Die Steine der Ostgrenze

Diese Seiten dokumentieren die ursprünglich 65 Grenzsteine aus dem Jahre 1750, die die damalige Forstgrenze zwischen Sieversen im Süden und Neugraben im Norden markierten. Diese Grenze trennte den ’Staatsforst’ (d.h. damals vom Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg) von dem in 1750 neu zugeteilten Bauernwald und markiert die Ostgrenze vom Staatsforst. Diese Grenzsteinreihe befindet sich im heutigen Regionalpark Rosengarten und bietet  eine interessante Wanderung von fast 6 km durch den Wald und durch die Geschichte. Die Westgrenze ist ebenfalls ‘versteint’ und ist hier dokumentiert.

Die Grenzsteine sind auf der zum Bauernwald gerichteten Seite mit eingemeißelten römischen Ziffern, von 1 bis 65, d.h. I bis LXV (mit davor gestelltem “N” = “Numero”) durchnummeriert; sie tragen zudem ein liegendes Wolfsangelzeichen (s. Stein Nr. 23 unten), das zum Staatsforst zeigt.

Wolfsangel auf Nr. 23
Wolfsangel auf Nr. 23

Die Reihe beginnt mit dem Sieverser Stein (erstes Bild der Gallerie unten), nahe der Rosengartenstraße, und endet mit dem Moisburger Stein, auch “Moisburger Amtsstein” genannt, im Neugrabener Holz. Dazwischen konnten bis dato 34 der ursprünglich 65 aufgestellten Grenzsteine gefunden und (bis auf Nr. 31) identifiziert werden. Ein weiterer Stein (Nr. 50) ist unter einem Zaum in Alvesen vergraben; Nr. 64 im Neugrabener Holz ist in etwa 1982 verschwunden.

Die letzten drei Steine der Ostgrenze markierten auch die Grenze zwischen dem Amt Harburg und dem Amt Moisburg. Dies erklärt die Inschrift „AH“ unter der Wolfsangel auf Stein Nr. 63 sowie auf dem vorschollenen Stein Nr. 64 (s. Galleriebilder).

Entlang dieser Forstgrenze sind im Laufe der Jahre mehrere Lücken entstanden, z.B. zwischen II und VII (4 Steine), VII und XIV (6 Steine), XXVIII und XXXI (2 Steine) und zwischen XLI und XLIX (7 Steine). Die letztgenannte Lücke weist aber fünf kleinere Grenzsteine auf. Sie tragen die Zahlen 41, 42, 43, 45 und 47 und markieren den veränderten Grenzverlauf nach einer späteren Grenzverschiebung im 19. Jahrhundert. Bilder dieser Grenzsteine sind auf einer weiteren Seite zu sehen. Die ursprünglichen Steine 42 bis 48, die an der heutigen Straße “Am Rosengarten” zwischen Sottorf und Alvesen bzw. am Feldrand aufgestellt waren, sind vermutlich abtransportiert bzw. anderweitig verwendet worden.

Auf ein Bild klicken, um es zu vergrößern; von dort aus die Pfeil-Symbole anklicken, um weitere Bilder vergrößert zu sehen.

Die Bilder von LXIV stammen von Carsten Päper bzw. Friedrich Richter (aufgenommen in den 1980ern).

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