Original-Urkunde vom 14. Oktober 1412 (Anerkennungsurkunde)

Urkunde vom Staatsarchiv Stade bestand Altkloster Nr. 231

14121014_Vertrag

Abschrift

Wy Johan van der gnade godes vnd(e) des Stoles to Rome Abbat Marquard prior vnd(e) // de gantze Conuent des Closters to hertzeuelde des Ordens sunte Benedicti des stichtes // to Bremen Beken(n)et vnd(e) betughet openbare in dessem breue vor allesweme dat de ghe//sathen schedelstene • van deme velde to doddenrode // an • ouer den deth wech • de van doddenrode na hiduelde gheyd. in dat holt • twischen vnses Closters holte gheheten de owynkele • beleghen // to deme Rodes dale wort vppe ene zyed • vnd(e) deme eekholte in den dalen vnd(e) kulen Ghehe//ten dat Buygenrode beleghen to deme holte Syuertzen anders gheheten dat vostuck • alzo // dat gentzliken vnd(e) al der to hord vppe ander zyed Synt ghesad myd vnser witschop vulbord // willen vnd(e) hethe • Vnd(e) wi van vnser vnd(e) vnses Closters weghene •  samentliken edder besunder(e)n // in_deme vorno(m)pden holte Buygenrode vnd(e) Syuertzen myd aller tobehorynghe • alzo Bertold // Mynrik vnd(e) Johan gheheten Schulten deme proueste vnd(e) Clostere to Buxtehude dat myd // vnsem willen vnd(e) vulbord vthghewiset vnd(e) vorkoft hebbet • bayde in ekenem holte vnd(e) // in Bukenem holte na vthwysinghe der vorscreuenen schedelstene • nenerleye rechticheyd edder // ansprake enhebbet • Des to bekantnisse hebbe wi vnse ingheseghele witliken ghehenghet // laten to dessen breue De gheuen is na godes Bord veerteynhundert Jar • der na in deme // twolften Jare In deme hilghen daghe sunte Kalixti des hilghen paweses„.

Notizen

A C Förste. 29.1.1983.

Auf der Rückseite der Urkunde steht: „Littera abbatis et Co(n)uentus mo(na)st(e)rii i(n) Herteuelde sup(er) silva Siuersen & malstene v(e)l Schedelstene” (von alter Hand).

(D.h. „Urkunde vom Abt und Konvent des Klosters (zu) Harsefeld über das Sieverser Holz und Malsteine bzw. Schedelsteine„)

Entwurf einer Übersetzung

„Wir, Johan von der Gnade Gottes und des Stuhles zu Rom Abt, Marquard Prior und das ganze Konvent des Klosters in Harsefeld des Benedictiner Ordens des Stiftes in Bremen, bekennen und bezeugen offenkundig in diesem Brief vor allen, dass die gesetzten Schedelsteine von dem Feld von Dodenrode bis an den Dethweg, der von Dodenrode nach Hittfeld führt, in dem Holz zwischen unseres Klosters Holz genannt der Owinkele im Rodestal gelegen (wort?) auf einer Seite und dem Eichholz in den Dalen und Kuhlen genannt das Buygenrode gelegen zu dem Sieverser Holz, anders genannt das Vosstück, also dass gänzlich und (all der to hord) auf der anderen Seite sind (ghesad) mit unserem Wissen, Zustimmung, Willen und (hethe). Und wir von uns und unserem Klosters wegen sämtlichen oder besonderen in dem vorgenannten Holz Buygenrode und Sieversen mit allem Zubehörungen. Also Bertold, Mynrik und Johan namens Schulten, dem Probst und Kloster zu Buxtehude, dass mit unserem Willen und Zustimmung ausgewiesen und verkauft haben, beide in Eichenholz und in Buchenholz nach Ausweisung der vorbeschriebenen Schedelsteine keinerlei Rechte oder Anspruch haben. Das zur Bekenntnis haben wir unser Siegel wissentlich und mit Willen an diese Urkunde hängen lassen. Gegeben nach Gottes Geburt vierzehnhundert Jahre danach in dem zwölften Jahre an dem heiligen Tage von Sankt Kalixti des heiligen Papstes. „(14. Oktober)

DIE ‚UNSICHERHEIT‘ DER JAHRESZAHL

Das genaue Datum dieser Urkunde in Bezug auf die Jahrezahl ist noch unsicher, denn die Aussage „nach Gottes Geburt im vierzehnhundertsten Jahr danach im zwölften Jahr“ müsste, streng genommen, ab dem Jahre Null zählend, 1399 und 11 gleich Anno Domini 1411 sein. Hat man das damals so gezählt? Gibt es andere Indizien, die eine konkrete Bestimmung des Datums dieser Unkunde ermöglichen? Gibt es sie auch für die zweite Urkunde, vom 9.10. des gleichen Jahres? An dieser Stelle wird vorerst davon ausgegegangen, dass es sich um das Jahr 1412 handelt.

Anders gelesen, ist die Angabe „nach Gottes Geburt vierzehnhundert Jahre“ eindeutig 1400 unserer Zeitrechnung; „in dem 12. Jahre“ könnte also 1411 bedeuten.

Verbesserungen bzw. Korrekturen dieser Übersetzung sind sowohl willkommen als auch erwünscht. 🙂

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